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Wie ist eine ungarische Bankkontonummer aufgebaut?

Eine ungarische Kontonummer ist nicht zufällig: jeder Block hat seine eigene Aufgabe.

16 oder 24 Ziffern

Eine ungarische Inlands-Kontonummer kommt in zwei Formen vor: 2×8, also 16 Ziffern, oder 3×8, also 24 Ziffern. Beide bezeichnen dasselbe Konto — die letzten acht Ziffern der 24-stelligen Form sind lauter Nullen, wenn das Konto 16-stellig vergeben wurde. Deshalb lässt sich dasselbe Konto sowohl als 11711034-20000000 als auch als 11711034-20000000-00000000 schreiben.

Die Bindestriche gehören nicht zur Nummer, sie machen sie nur lesbar. Bei einer Überweisung ist es egal, ob Sie sie mit oder ohne eingeben.

Die ersten drei Ziffern: der Bankleitcode

Die ersten drei Ziffern sind der Leitcode (irányítókód) des kontoführenden Instituts. Das ist der einzige Teil der Kontonummer, aus dem sich öffentliche Information ablesen lässt: welche Bank das Konto führt. Die Leitcodes verwaltet die Ungarische Nationalbank (MNB) in ihrem Zahlungsverkehrs-Stammregister.

Zu einer Bank können mehrere Leitcodes gehören, und nach Bankfusionen bleiben die alten Codes typischerweise eine Weile bestehen, nun unter dem Namen des neuen Instituts. Deshalb führen zwei scheinbar verschiedene Codes mitunter zur selben Bank.

Ziffer vier bis sieben: die Filiale

Die nächsten vier Ziffern bezeichnen die Filiale oder Organisationseinheit, in der das Konto eröffnet wurde. Ihre praktische Bedeutung ist heute gering: Konten sind nicht mehr wie früher an eine Filiale gebunden, und die Nummer ändert sich auch nicht, wenn die Filiale schließt.

Die achte Ziffer: die Prüfziffer

Die letzte Ziffer des ersten Blocks ist eine Prüfziffer. Sie verschlüsselt nichts — ihre Aufgabe ist, die meisten vertippten Kontonummern schon vor der Überweisung auszusortieren. Vertippen Sie eine Ziffer oder vertauschen zwei, stimmt die Prüfziffer mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr, und die Bank weist den Auftrag zurück.

Das erklärt, warum eine falsch abgeschriebene Kontonummer in der Regel eine Fehlermeldung ergibt und keine Überweisung auf ein fremdes Konto. Perfekt ist der Schutz aber nicht: es gibt Tippfehler, bei denen die Prüfziffer gültig bleibt — deshalb lohnt es sich, auch den Namen des Empfängers zu prüfen.

Kontonummer und IBAN

Die für Auslandsüberweisungen verwendete ungarische IBAN baut auf der Inlandsnummer auf: HU + zwei Prüfziffern + die 24-stellige Inlandsnummer, insgesamt 28 Zeichen. Haben Sie nur eine 16-stellige Kontonummer, kommen die fehlenden acht Nullen ans Ende.

Für Inlandsüberweisungen ist keine IBAN nötig, die 16- oder 24-stellige Form genügt.

Der Inhaber lässt sich nicht ermitteln

Auch die meistgesuchte Form dieser Frage bekommt dieselbe Antwort: aus öffentlichen Datenbanken lässt sich nicht feststellen, wem ein Bankkonto gehört. Eine solche Suche gibt es nicht — und nicht deshalb, weil sie noch niemand gebaut hätte.

Die Identität des Kontoinhabers ist Bankgeheimnis. Nach dem ungarischen Kreditinstitutsgesetz darf die Bank solche Daten nur dem Kunden herausgeben, oder in gesetzlich bestimmten Fällen — auf gerichtliches, behördliches oder Ermittlungsersuchen. Wer verspricht, aus einer Kontonummer den Inhaber zu finden, tut entweder nicht, was er sagt, oder arbeitet mit Daten, die er nie hätte erhalten dürfen.

Was sich feststellen lässt: welche Bank das Konto führt. Das folgt aus dem Leitcode, und für jeden aktiven Leitcode führen wir eine eigene Seite.

Häufige Fragen

Wie viele Ziffern hat eine ungarische Bankkontonummer?

16 oder 24 Ziffern, in zwei oder drei Achterblöcken. Beide bezeichnen dasselbe Konto: die letzten acht Ziffern der 24-stelligen Form sind Nullen, wenn das Konto 16-stellig vergeben wurde.

Zu welcher Bank gehört eine Kontonummer?

Die ersten drei Ziffern — der Leitcode — bezeichnen das kontoführende Institut. Das ist öffentliche Information aus dem Zahlungsverkehrs-Stammregister der MNB.

Wem gehört ein bestimmtes Bankkonto?

Aus öffentlichen Daten nicht feststellbar. Die Identität des Kontoinhabers ist Bankgeheimnis, das die Bank nur dem Kunden oder in gesetzlich bestimmten Fällen Behörden gegenüber offenlegt.

Was bedeutet die Prüfziffer in der Kontonummer?

Die achte Ziffer des ersten Blocks ist eine Prüfziffer: sie sortiert die meisten vertippten Kontonummern aus, bevor die Überweisung losgeht. Sie ist nicht perfekt, prüfen Sie daher auch den Empfängernamen.

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Quelle: Ungarische Nationalbank (MNB) — Zahlungsverkehrs-Stammregister

Aktualisiert: 5. August 2026

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